The Virgin Suicides

Verlorene Jugend

Kinostart: 16.11.00

Der Originaltitel "The Virgin Suicides" verrät eigentlich schon alles, der deutsche Titel "Verlorene Jugen" ist vielleicht ein wenig zu hoch gegriffen... Amerika, die 70er, Kleinstadtidylle: Die 5 Lisbon-Schwestern aus klischeehaft prüdem Elternhaus sind nicht nur faszinierend schön, sondern auch gänzlich unerreichbar für die Jungs aus der Nachbarschaft und Schule.
Nur Mädchenschwarm Trip Fontaine (Josh Hartnett) scheint eine Chance bei Lux Lisbon (Kirsten Dunst, unten), zweitjüngste und doch melancholischsten der Schwestern zu haben.

Doch als Cecilia, die Jüngste, Selbstmord begeht, ist das der Anfang einer Reihe Ereignisse, deren Ende allerdings ebenso absehbar wie unverständlich ist. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist Lux Lisbon. Ihre Darstellerin Kirsten Dunst ist momentan auch in Girls United zu sehen und spielte u.a. in "Interview mit einem Vampir mit. Josh Hartnett als Mädchenschwarm ist bekannt aus "Faculty" und "Halloween H20". Und wem Sofia Coppola, die Regiesseurin irgendwie bekannt vorkommt, dem sei gesagt, dass sie die Tochter von Francis Ford Coppola ist. Die Musik ist von der französischen Band AIR, deren verträumte Musik zwar gut in den Film passt, ihn aber leider auch nicht sehenswerter macht.
Darsteller: Kathleen Turner, Kirsten Dunst, James Woods, Josh Hartnett
Regie: Sofia Coppola

Als Portrait der Pubertät aus der Sicht eines hängengebliebenen Jugendlichen ist dieser Film erstaunlich ereignislos, eine "belanglose Aneinanderreihung von Banalitäten" (Filmzitat).
Wer hier die sozialkritische Bedeutung sucht, der sollte sich beeilen, bevor die überaus einschläfernde Wirkung des Films einsetzt und diesem vorbildlichen Vorhaben ein jähes Ende bereitet...      (and)