Rave Macbeth - Rave'olution

Drama

Kinostart: 08.11.2001

Wer wird König?
Eine vorhersehbare Geschichte, mit der sich u.U. nur Discothekenbesitzer und einige Abhänginge identifizieren können. Das klingt sehr negativ. Das gewagte Experiment für den Zuschauer dieses Films ist aber die Szene, mit der er sich auseinandersetzen muss: Es ist ein Blick, - aber auch nur einer, und das ist wirklich schade - hinter die Fassade der Nightclubs (Drehort: Münchner Nachtgalerie). Dafür ein durch moderne Mysthik untermalter anders verkleideter Rave zu Macbeth: Die Macht im Film jedoch haben Ecstasy und Speed. Eine Kritik an Drogen möchte man meinen, und doch zugleich berauschende Musik und - einige "gescratchte" -Bilder. Eine paradoxe Kritik an sich selbst? Oder Verführung?

Michael Rosenbaum in seiner ersten Hauptrolle (zuvor in "Sweet November" oder "Düstere Legenden" zu sehen) überzeugt als Schauspieler im Verwirrspiel der Sinne, und auch Kirk Baltz gibt genügend Kälte ab. Leider treten die Schauspieler der Bilder wegen etwas in den Hintergrund. Durcheinander und nachdenklich wird einereins aus dem Kino gehen und immer noch über die Aussage des Films nachdenken und ihn mit anderen vergleichen. Er ist aber einzigartig.
Regie: Klaus Knösel ("The High Crusade")
Buch: Harry Ki
Darsteller: Michael Rosenbaum, Nicky Lynn Aycox, Kirk Baltz
Mit Musik von DJ Tomcraft, Junk, Quantum Leap, Ab 18 und vielen anderen bekannten Technokünstlern

Wer Shakespeares Macbeth noch nie gelesen, gehört oder gesehen hat, sollte vielleicht hier hineingehen, und das soll nicht abschreckend gemeint sein, sondern man bekommt danach vielleicht Lust ihn jetzt zu lesen, und umgekehrt, wer Techno noch nie mochte, wird es im Kino (durch die geschickten Pausen und Effekte des Films) als Stimmungselement zu schätzen wissen.     (jvr)

www.ravemacbeth.com



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