Man trifft an der Autobahnraststätte einen alten Schulkameraden, kann sich zwar nicht an ihn erinnern, aber wer kann das schon, ein bisschen Small talk und wenn alles gut geht, sieht man ihn nie wieder.
Anders bei Michel, der mit seiner Familie in den Urlaub fährt und Harry trifft, der mit seiner Verlobten unterwegs ist. Er lässt es sich nicht nehmen, Michel und seine Familie erst einmal einzuladen. Nach einigem hin und her einigt man sich darauf, dass die beiden bei Harrys Familie im Ferienhaus als Gäste bleiben.
Harry ist nett, zuvorkommend und so reich, dass er Michel ein neues Auto kauft, als dessen altes Auto den Geist aufgibt.
Der Strahlemann ermuntert Michel immer mehr auf seine Instinkte zu hören, so wie er es ausschließlich tut.
In der Unverhältnismäßigkeit liege der Schlüssel, so Harry.
Je beliebter Harry wird, desto mehr erhält der Zuschauer den Eindruck, dass es sich bei Harry um einen verrückten Psychopathen handelt...
Alltägliches und Belangloses beherrscht die Oberfläche des Films, und als man beginnt Verdacht zu schöpfen, scheint es schon zu spät. Schwarzer Humor durchzieht diesen feinfühlig inszenierten Krimi mit überraschendem Ende und exzellenten Darstellern. Kontrastreich auch Harry's oberflächlicher Erfolg im Leben mit Geld und seiner Verlobten, er ist der Saubermann schlecht hin; bei näherem Hinsehen jedoch hat er jedoch keinen Beruf gelernt und führt eine recht oberflächliche Beziehung zu seiner Verlobten..
Der Film ist mit seinen 117 Minuten zwar etwas lang geraten, stellt aber ein brüskes und makaberes Porträt eines Psychopathen dar, das sich sehen lassen kann und Spannung bis zum Schluss verspricht. (and)
|
Darsteller: Laurent Lucas, Sergi Lopez, Mathilde Seigner
Regie: Dominik Moll
www.concorde-filmverleih.de
|