Ghostworld

Ein Streifzug durch die "Ghostworld" Amerika

Kinostart: 18.10.2001

Amerika mal von einer anderen Seite: Enid und Rebecca (Thora Birch, Scarlett Johansson) haben endlich ihren Highschoolabschluss in der Tasche. Doch was nun?
Die beiden Außenseiter verbringen die meiste Zeit damit, in Cafes rumzuhängen. Rebecca bekommt einen Aushilfsjob als Kellnerin, doch Enid will sich dem System nicht so ganz fügen. Sie freundet sich mit dem wesentlich älteren Plattensammler Seymour (Steve Buscemi) an, den die beiden kennengelernt haben, als sie ihn aus Langeweile hatten sitzenlassen, als er, im Glauben seine Traumfrau zu treffen auf ihr Blinddate reingefallen war. Während Rebecca auf eine gemeinsame Wohnung spart, verscherzt es sich Enid mit einem nach dem anderen, bis sie eines Tages ganz alleine dasteht.
Darsteller: Thora Birch, Scarlett Johansson
Regie: Terry Zwigoff

Wer kennt das Gefühl nicht, einfach mal in den "Zug nach Nirgendwo" einsteigen zu wollen...
Dieser sehr melancholische Film zeigt uns die "Ghostworld" Amerika, wie wir sie selten sehen: als Fast-Food-überladenes, ausgebranntes Land ohne Perspektive für Jugendliche.
Leider überbrückt der trockene Humor nur mäßig die Längen des Films, so dass der Zuschauer nicht anders kann, als es den Protagonistinnen nachzutun und sich anöden zu lassen.
Thora Birch, nach "American Beauty" die große Hoffnung Hollywoods, und Scarlett Johansson ("Der Pferdeflüsterer") sind nicht nur ein tolles Paar, bemerkenswerte Einzelcharaktere setzen gekonnt das Bild von Ghostworld zusammen - einem poetischen aber leider langweiligen Bild.          (and)

www.ghostworld.de